Tango

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Dieser faszinierende Tanz hatte seinen Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires und Puerto Plata. Tausende von Einwanderern aus allen Teilen Europas suchten ihr Glück in Argentinien. Doch ihre Erwartungen erfüllten sich meist nicht und sie endeten verarmt und enttäuscht in den Slums von Buenos Aires. Bei dem herrschenden Frauenmangel bot der Tanz für viele Männer die einzige Möglichkeit, mit einer Frau zusammen zukommen. Die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen der Einwanderer prägten den Tango Argentino. Mehr und mehr Menschen auf der Welt teilen ihre Leidenschaft für den Tango Argentino.

Zunächst ein Tanz der nur in den Armenvierteln getanzt wurde, nahm der Tango recht bald schon seinen Weg in die Welt auf. Die 1. Ausbreitungswelle begann in den 1920iger Jahren als der Tango die feinen Salon von Paris eroberte. Seit jener Zeit ist er salon- und gesellschaftsfähig.

Seit den 80ziger des letzten Jahrhunderts erlebt der Tango Argentino erneute eine weltweite Verbreitung und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Es entstehen neue Tanzszenen in den großen Städten der Welt. Die gemeinsame Leidenschaft für den Tango verbindet die Tangueras auf der ganzen Welt.

2009 wurde der Tango Argentino von der UNESCO zum Weltkulturerbe als schützens- und erhaltenswerte Künste und Traditionen ernannt und gehört zu den immateriellen Kulturgütern.

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurden die positiven gesundheitlichen Einflüsse des Tangos belegt. Tangotanzen reduziert Stresshormonlevel und vermehrt Glückshormone, reduziert Bluthochdruck, lindert Depressionen, verbessert Motorik, Balance und Koordination, erhöht die Trittsicherheit, reduziert die Gefahr der Demenz.

Hier ein Auszug aus einem Spiegel online Bericht (Kreutz Uni Oldenburg):

In einer großen epidemiologischen Studie konnte gezeigt werden, dass Paartanzen das Demenzrisiko reduziert - und zwar um 76 Prozent, und damit weitaus besser wirkt als Kreuzworträtsellösen, 47 Prozent, und Lesen, 35 Prozent. Wir wissen, dass musizierende Kinder, ihre verbale Merkfähigkeit verbessern. Dieser positive Effekt gilt auch für Erwachsene. Anscheinend ist das Tanzen eine so komplexe Angelegenheit, das Motorik, Aufmerksamkeit, Langzeitgedächtnis und Kurzzeitgedächtnis beansprucht. Es wird weit unterschätzt, wie viel Hirnkapazität das gemeinsame Tanzen in Anspruch nimmt.

Doch Tango Argentino besitzt auch Suchtpotenzial, es kann zur regelrechten Abhängigkeit kommen und das Leben eines Menschen verändern. Denn Tango ist mehr als nur ein Tanz: Tango ist ein Zustand!

Die gefühlvolle Verbindung und Kommunikation der Tanzpartner, das Fühlen der Musik, das bewußte Setzten von Impulsen und das Vertrauen in die eigenen Sinneswahrnehmungen sind wichtige Elemente des Tango Argentinos. Die Basis des Tanzes ist das gemeinsame Gehen und eine innige Umarmung.

Tango lebt von der Improvisation. Es geht beim Tango nicht um das Abtanzen fester Schrittfolgen oder einer einstudierten Choreographie. Jeder Schritt, jede Bewegung, jeder Moment wird neu geschaffen und jeder Tanz ist einzigartig. Die große Herausforderung im Tango liegt darin, dass es sich um eine gleichzeitige Improvisation zweier Menschen handelt, zwei Menschen tanzen wie eine Person. Dies erfordert einen hohen Grad an Konzentration, Aufmerksamkeit und Verbundenheit beider Partner. Das Paar ist jederzeit im Hier und Jetzt und lebt den gegenwärtigen Augenblick bewusst und intensiv! Hierbei richtet sich die achtsame Sinneswahrnehmung der Beiden sowohl in das Aussen (Musik und Partner) als auch nach Innen (Selbstwahrnehmung). Ihre Körperwahrnehmung konzentriert sich auf alle Partien beider Körper. „Ihr Körper wird sein Körper und ihre Beine sind seine Beine. Aus zwei Körpern wird ein Körper!“

Die Führungsimpulse des Mannes sind entschlossen, klar und verbindlich. Da die Partnerin zu keinem Zeitpunkt wissen kann, was sein nächster Schritt, seine Bewegung sein wird, folgt sie den Impulsen, die sie spürt. Die Grundlage für die Impulsübertragung ist die körperliche Verbindung, auch Connection. Es gilt einen festen Rahmen zu erhalten, der es erlaubt jederzeit die Impulse zu spüren und abzugreifen. Für beide Tanzpartner sind Vertrauen und Entschlossenheit gefragt und es bleibt kein Raum für Infragestellen oder Unentschlossenheit. „Geh oder geh nicht! Tu was du fühlst und nicht was du denkst!“

Diese gegenseitige Absorption kreiert die Verbundenheit und Nähe beim Tango.

Mit zunehmender Erfahrung wird klar, dass es nicht nur alleine darum geht, dass der Mann führt und die Frau folgt! Es besteht ein Dialog, ähnlich einer Sprache. Der Mann lädt ein, die Frau macht etwas daraus. Der Mann führt und die Frau verführt mit ihrer Antwort.

Das Paar ist Ausdruck zweier verbundener Seelen in völliger Losgelöstheit zu ihrer Umgebung.

Die wahre Schönheit des Tangos liegt im Unsichtbaren!

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